Pokémon GO: Tag 2


Gestern früh am morgen heruntergeladen, seitdem nur auf Tour: Pokemon GO ist der neuste Teil der Reihe, der auf Smartphones erschien (und der eigentlich noch nicht in Deutschland spielbar ist, doch das ist eine andere Geschichte)

Das Konzept

Bei Pokemon GO läuft man, wie bei vorherigen Teilen, auf einer Map herum. Dieses mal bewegt man sich dafür jedoch auch IRL. An Sehenswürdigkeiten findet man Pokeshops (von mir liebevoll Pokestops genannt), an denen man zufällige Items lootet; außerhalb dieser findet man Pokemons in seiner Nachbarschaft, die man jedoch „nur“ einfangen kann.
Es kämpfen drei Teams um die Macht, an „größeren Sehenswürdigkeiten“ kann man Arenen betreten; dort kämpft man um diese Arenen, indem man das Prestige von verfeindeten Arenen senkt oder das von verbündeten stärkt. Sollte man eine Arena „auf 0 geschwächt haben“, wird sie neutral, das eigene Team kann dann Pokémons dort hineinsetzen; für das Erobern und für das Halten von immer 24 Stunden bekommen alle Spieler, die ihre Pokemons darin haben, nette Geschenke.
Es gibt ein Levelsystem – anfangen tut man mit Level 1, für das Fangen von Pokemons, das Besuchen von Pokeshops, Kämpfen in Arena und Entwickeln von Pokemon bekommt man Erfahrung. Hat man Level 5 erreicht, kann man erst an den Arenakämpfen teilnehmen und sich ein Team auswählen.
Ich bin in Team Yellow, btw.

Nachtspazierfahrten

An meinem ersten Tag bin ich ohne Probleme auf Level 7 gekommen und habe an die 50 Pokemons gefangen. Bei meinem ersten Arenakampf bekam ich ordentlich auf die Schnauze, weil alle Arenen in der Umgebung von den zwei anderen Teams besetzt waren. Interessant war, dass ich in meiner Heimatstadt in der gestrigen Nacht 6 Personen getroffen habe, die ebenfalls auf Pokemon-Suche waren; um 23:00 bis 23:30 drei Spieler aus Team Yellow, die eine Arena einnehmen wollten, zwischendurch zwei andere, die nur auf der Suche waren und auf dem Rückweg gegen 01:00 eine Person, der ich Basics im Suchen von Pokemon erklärt habe. Ich kann also davon ausgehen, dass das Spiel in zumindest meiner (regionalen, nicht sozialen) Umgebung schon etwas aktiver gespielt wird.

Pokemons fangen

Man sieht sich selber auf der Map; durch Laufen IRL läuft man auch auf der Map. In unregelmäßigen Abstanden, gefühlt jedoch alle 50 Meter, vibriert das Handy, ein Pokemon ist also in der Nähe. Man sieht es in der Map, tippt es an und es öffnet sich die aus anderen Quellen bekannte Pokemon-VR-Oberfläche. Das Pokemon wird gespottet, dann wird versucht, es zu treffen – das braucht am Anfang ein paar Anläufe, aber Pokebälle hat man ja genug. Trifft man es, bewegt sich die Kamera zu dem am Boden zitternden Pokeball, schafft es das Pokemon nicht, auszubrechen, bekommt man 100EXP (+500 wenn es noch nicht im Pokedex war), das Pokemon und Sternenstaub + ein paar Bon Bons des Pokemons.

Pokemons „leveln“

Die alten Level wurden rausgestrichen, stattdessen macht man… irgendwas anderes. Wirklich durchgeblickt habe ich da jedoch auch noch nicht. Der Sternenstaub ist so etwas wie eine übergreifende Währung, Bon Bons gibt es für die einzelnen Pokemons (z.B. Glumanda-Bon Bons). Indem man Sternenstaub und Bon Bons ausgiebt, kann man das Pokemon verstärken, für ein vielfaches der Bon Bons es auf die nächste Evolutionsstufe pushen.
Angeblich soll man diese Bon Bons auch in Arenakämpfen bekommen, aber ich bestritt erst zwei gegen insgesamt drei Pokemon und habe nur eines davon erlegen können, das andere nur auf half-life.

Eier

In Pokeshops finden sich auch Eier, die sich ausbrüten lassen; man packt diese in Brutmaschinen, nach einer gewissen Laufdistanz schlüpfen diese dann. Man besitzt von Anfang an eine Eiausbrütmaschine, die sich unendlich mal benutzen lässt; mit Level 5 kommt eine dazu, die sich 3 mal benutzen lässt, weitere mit dreimaliger Benutzung lassen sich für Echtgeld erwerben.
Anmerkung: Laufdistanz, es scheint eine maximale Geschwindigkeitsbegrenzung zu geben. Bus und Auto funktionieren nicht, Zug erst recht nicht, Fahrrad nur, wenn man langsam fährt.

Rauch

Auch den bekannten Rauch gibt es hier, der Pokemons in der Umgebung spawnen lässt – das ist eine Möglichkeit, zu farmen ohne, dass man sich von der Couch bewegen muss. Am Anfang hat man zwei Stück, die für 30 Minuten funktionieren, mit Level 5 bekommt man einen dritten, jeder weitere kostet etwa 80ct.

Das Kampfsystem

Etwas traurig ist, dass man nur in Arenen kämpfen kann und (bei gegnerischen) auch dort nur gegen die Pokemon, die andere Spieler dort hinterlegt haben. Das Fangen von Pokemons ist ohne Kampf, heilen kann man seine Begleiter nur durch Items, die man in Pokeshops lootet.
In dem Kampf selber kann man ausweichen und angreifen. Ausweichen tut man mit Wischern nach links und rechts, angreifen durch das Antippen des gegnerischen Pokemons. Sollte man es häufig genug angegriffen haben (erkennbar an einer Leiste, die sich auffüllt), kann man einen „Special-Angriff“ starten, der noch mal ordentlich weh tut, indem man länger auf das gegnerische Pokemon drückt. Interessanterweise habe ich dies jedoch auch nur durch Recherche herausgefunden, die Informationen, die das Spiel bietet, sind diesbezüglich begrenzt.

Der Akku

Ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte – man braucht einen leistungsstarken Akku. Die App muss durchgehend im Vordergrund sein, der Bildschirm immer an – sonst zählt er die Distanz (für die Eier relevant) nicht und vibriert nicht bei neuen Pokemons in der Umgebung. Items, die zeitabhängig sind, wie der Rauch werden jedoch trotzdem weiterhin benutzt.

Ein Fazit verkneife ich mir vorerst, bis ich herausgefunden habe, wie genau alles funktioniert. Bis dahin: frohes Farmen an alle Mit“läufer“ 🙂